Studio für Creative Technology, Experiential Hardware & Kinetische Interaktionsartefakte
Vollständiges Antragsdossier zur Vorlage bei der fachkundigen Stelle EFBS e.V. (Frau Anna-Maria Döscher, Dresden) und der Agentur für Arbeit Dresden.
✉️ Anschreiben an EFBS e.V.
Benjamin Karcher
Lewickistraße 41
01279 Dresden
E-Mail: benjamin.t.karcher@gmail.com • Web: haptic.fish
EFBS e.V.
Frau Anna-Maria Döscher
Könneritzstraße 33, 01067 Dresden
Betreff: Antrag auf Erstellung einer fachkundigen Stellungnahme zur Tragfähigkeit der Existenzgründung gemäß § 93 SGB III
Sehr geehrte Frau Döscher,
anbei reiche ich Ihnen die vollständigen Unterlagen zur Begutachtung meines Gründungsvorhabens ein:
- Ausführlicher Businessplan mit Markt-, Zielgruppen- und Lean-Bootstrap-Strategie
- Finanzanlagen (0-Euro-Kapitalbedarf, Innenfinanzierung via 50% Anzahlung, 3-Jahres-Rentabilität & Liquiditätsplan)
- Nachweis der fachlichen Eignung sowie tabellarischer Lebenslauf (auf Deutsch)
- Das offizielle Formblatt der Bundesagentur für Arbeit (BA GZ 04 - 01/2025)
Die Bearbeitungsgebühr von 120,00 Euro zzgl. USt. werde ich nach Rechnungserhalt unverzüglich überweisen.
Mit freundlichen Grüßen,
Benjamin Karcher
📦 Kernprojekte & Portfolio-Artefakte
Kinetische 3-DoF-Präzisionssphäre und analog-digitales Astrolabium mit optischer Dual-Sensor-Abtastung (PixArt PMW3360 über SPI), Sony IMX708 Barcode-Dekodierung und integriertem Thermodruckwerk. Zweimonatige, durch die EU geförderte FabLab-Residenz (Culture Moves Europe) bei Buinho in Portugal (Nov. 2026) und EMAP-Bewerbung.
Ein geschmiedetes Artefakt aus einer Parallelgeschichte: Begehbare Rauminstallation rund um einen DDR-Flipperautomaten des fiktiven Herstellers VEB Flipperwerk Zwickau. Physische Interaktionen aktivieren eine integrierte KI-Ebene. Entwickelt in Kooperation mit einer internationalen Keramikerin.
Pulp-Glamour-Werwolfwelt der 1920er Jahre mit KI-gestützter digitaler Infrastruktur: Spiel, Schreibmaschine, Traumtagebuch, Story-Bot und publizierte Novelle (Amazon KDP).
📖 Businessplan (Textteil)
Lean Bootstrap Modell1. Executive Summary & Marktsegmentierung (Wissenschaftlich-Kommerzielle Definition)
Gegenstand des Unternehmens ist die Etablierung eines spezialisierten Design- und Prototyping-Studios für Phygital Products (physisch-digitale Hybridsysteme) am Innovationsstandort Dresden. Das Studio bedient ein rasant wachsendes globales Marktsegment an der Schnittstelle von Tech-Industrie, B2B-Erlebnismarketing und moderner Museumsszenografie. Der weltweite Markt für Phygital Solutions umfasst aktuell ein Volumen von 25,0 Mrd. USD und expandiert mit einer jährlichen Wachstumsrate von 11,2 % CAGR auf über 52,5 Mrd. USD bis 2030 [3] (Virtue Market Research, 2024). Das Nischensegment der Phygital Collectibles & Smart Artifacts verzeichnet eine prognostizierte Wachstumsrate von 28,2 % CAGR (2025–2033) [4] (DataIntelo, 2025).
Moderne B2B-Abnehmer (Museen, Science Center, gewerbliche Flagship-Showrooms) stehen vor einem messbaren Rezeptionsproblem: Die allgegenwärtige Übersättigung durch flache Touchscreens führt zu einem drastischen Rückgang der Interaktionsraten und Verweildauer (Touchscreen Fatigue / Museum Fatigue) [6] (MuseumNext, 2024). Das Studio schließt diese Marktlücke durch die Entwicklung und Fertigung von drei proprietären, kommerziell skalierbaren Produktklassen:
🔬 1.1.2 Typologie des „Phygitalen“ Produktspektrums
- 1. Taktile Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMIs – B2B-Projektgeschäft): Maßgeschneiderte mechanische Bedienkonsolen, Wählräder und mechatronische Eingabeelemente (z. B. via PixArt PMW3360 Optical Flow Sensorik), welche die Verweildauer und Interaktion von Museumsbesuchern und Kunden nachweislich um bis zu 94 % gegenüber reinen Touchscreens steigern [5] (Hornecker & Buur, 2006; MDPI HCI, 2024).
- 2. Kinetische Interaktionsartefakte (B2B-Exponate): Physische Gehäuse- und Apparaturenkonstruktionen (z. B. mechatronische Flipperwerke, Wählräder), bei denen haptische Interaktionen komplexe lokale KI-Prozesse und Software-Dienste (systemd daemons) steuern [2] (Fritze, Lamberton & Puntoni, 2026).
- 3. Transmediale Sammler-Exponate (High-End B2C & Institutionen): Schwere, hochwertige Objektbauten (Holz, Metall, Galvanik), die als physische Gateways zu fiktionalen, literarischen oder historischen Systemen dienen und gezielt den wachsenden Markt für Phygital Collectibles im Preiskorridor von 2.500 € bis 8.500 € pro Einheit bedienen [4].
📊 1.1.3 Ökonomische Zahlungsbereitschaft & Vermeidung der „Digital Devaluation Penalty“
Reine Digitalmedien und Bildschirm-Apps leiden unter einer empirisch nachgewiesenen Abwertung der Zahlungsbereitschaft von 11,3 % bis 22,4 % (Digital Devaluation Penalty), da ihnen haptische Greifbarkeit und psychologisches Eigentumsgefühl fehlen [1] (Orazi & Nyilasy, 2026, Journal of Retailing). Durch das Physical-First-Prinzip des Studios (physischer Objektkörper mit integrierter digitaler Logik) wird diese Abwertung vollständig eliminiert und eine hohe Preisdurchsetzungskraft bei B2B-Kunden und institutionellen Sammlern erzielt.
🌐 1.1.4 Marktvolumen, Kontext & Internationale Referenzstudios
Die wirtschaftliche Skalierbarkeit dieses Geschäftsmodells ist international durch etablierte Benchmark-Studios vollständig validiert:
- Wētā Workshop (Neuseeland): Skaliert erfolgreich von physischen Spezialeffekten und fiktionalem World-Building in den Bereich museumstauglicher Großexponate.
- ART+COM (Berlin): Pionier für computergestützte kinetische Skulpturen und räumliche Interaktionsschnittstellen im B2B- und Museums-Sektor.
- Moment Factory (Kanada): Belegt die hohe Profitabilität der Verschmelzung von physischer Hardware mit immersiven digitalen Narrativen.
📍 1.1.5 Regionale Differenzierungsstrategie & Standortvorteil
Das Studio operiert vom sächsischen Innovationsstandort Dresden aus. Während der lokale Markt primär durch reine Software-Agenturen oder klassische Industriebetriebe abgedeckt ist, existiert ein vollständiges Vakuum an Anbietern für eine integrierte End-to-End-Synthese aus Hardware, Firmware und Narrativ. Das Studio füllt diese Lücke, indem es durch die dokumentierte Infrastruktur-Partnerschaft mit dem TUD FabLab (TU Dresden) eine vollkommen investitionsfreie Großfertigung auf Industrieniveau sichert (0 € Startschulden, ~88 % Rohertragsmarge).
2. Standortanalyse & Zweistufiges Betriebsstättenmodell (Dresden)
Der operative Hauptsitz des Studios befindet sich in Dresden (Lewickistraße 41, 01279 Dresden). Der Standort bietet eine strategisch ideale Symbiose aus technologischer Spitzenforschung, einem international renommierten Kulturökosystem und maximaler unternehmerischer Kostendisziplin:
🏛️ Technologie- & Forschungs-Hub
Direkte Anbindung an das Spitzenforschungsnetzwerk der Technischen Universität Dresden (TUD), das Barkhausen Institut für vernetzte Robotik, das TUD FabLab und den SLUB Makerspace (Zugang zu Hochleistungs-3D-Druck, Lasercutting und Präzisionsmesstechnik).
🎭 Kultur- & Medienkunstszene
Unmittelbare Nähe zu internationalen Kultur- und Ausstellungshäusern wie HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD), Deutsches Hygiene-Museum und den Technischen Sammlungen Dresden.
🏢 2-Stufen-Atelierplan
Phase 1 (M1–M6): 0 € Mietoverhead via Lean Home-Studio + FabLab.
Phase 2 (ab M7 / J2): Umsatzgetriggertes Teilzeit-Atelier / Werkstattplatz (z. B. im Zentralwerk Dresden oder Kraftwerk Mitte, ca. 250 €–350 €/Mo.) zur Endmontage größerer Exponate und Kunden-Pitches.
3. Unternehmensorganisation, Urheberrecht & Lizenzvergütung (§ 18 EStG)
Rechtsform & Freiberufler-Status: Freiberufliche künstlerisch-technische Tätigkeit als Objektdesigner / Schnittstelle Analog // Digital gemäß § 18 EStG (keine Gewerbesteuerpflicht, keine IHK-Zwangsabgaben).
- Zweistufige Honorar- & Lizenzstruktur:
- Werklohn (Entwicklung & Prototyping): Honorierung der ingenieurtechnischen Konstruktion, CAD-Modellierung, Sensor-Firmware und Assemblierung (Stundensatz 95 € – 135 €).
- Urheberrechtliche Nutzungsrechte / Lizenzvergütung: Übertragung zeitlicher und räumlicher Ausstellungs- und Nutzungsrechte für B2B-Installationen und Markenexponate in Anlehnung an den Vergütungstarifvertrag Design (AGD). Dies generiert margenstarke, materialfreie Erlöse.
- Entwicklungs- & Prototyping-Pipeline: Parametrisches CAD (OpenSCAD, Fusion 360), Embedded SPI-Abtastung (PixArt PMW3360), Daemons auf Embedded Linux, Oberflächenveredelung und schlüsselfertige Übergabe.
- Administrative Organisation: Vollständig digitalisierte Belegführung mit Cloud-Buchhaltung (DATEV-Export) und quartalsweiser Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR).
4. Das zweistufige Produktions- und Finanzierungsmodell (Risikofreie Skalierung)
Strategische Risikominimierung & Atelier-Skalierung: Die Betriebsstätte wird in der initialen Gründungsphase kostenneutral im Lean-Home-Studio (Lewickistraße 41, 01279 Dresden) geführt, flankiert durch die kostenfreie Maschinennutzung im TUD FabLab. Sobald im 2. Halbjahr Projektanzahlungen für größere B2B-Exponate fließen, wird flexibel ein repräsentatives Teilzeit-Atelier (z. B. im Zentralwerk Dresden) hinzugemietet. Dies sichert maximale Liquidität in der Startphase bei planvoller physischer Expansion.
Das Studio trennt die Wertschöpfungskette strikt in zwei Phasen, um finanzielle Vorleistungen und das wirtschaftliche Risiko vollständig zu eliminieren:
🔬 Phase 1: Kostenneutrales Prototyping (F&E-Phase)
Die Konzeption, digitale CAD-Modellierung, Softwareentwicklung und funktionale Validierung erfolgen über die am Standort vorhandene IT-Infrastruktur. Die additive Fertigung funktionaler Prototypen erfolgt kostenfrei über den Makerspace des TUD FabLab (TU Dresden). In dieser Phase entstehen für das Studio 0,00 Euro Materialkosten.
🛠️ Phase 2: Projektfinanzierte finale Installation (Produktionsphase)
Der Übergang vom Kunststoff-Funktionsprototypen zum finalen Exponat erfordert projektspezifische Materialien (z. B. Harthölzer, Echtmetall-Beschichtungen mittels Galvano- bzw. Cold-Casting-Verfahren, spezialisierte Trägerplatinen und Sensorbauteile). Sämtliche Materialkosten (Bill of Materials – BOM) werden zu 100 % durch die vertragliche 50 %-Anzahlung des Kunden bei Auftragserteilung gedeckt.
5. Empirische Analyse der Leistungs- & Einnahmensäulen (Revenue Architecture)
Die Umsatzgenerierung des Studios basiert auf einer dreigeteilten, komplementären Produkt- und Dienstleistungsmatrix. Diese Struktur minimiert zyklische Marktschwankungen, indem sie den volatileren B2B-Projektmarkt mit stetigen Consulting-Flüssen und dem internationalen Sammlermarkt (B2C) diversifiziert.
🏛️ 1.3.1 Matrix der Einnahmenströme
| Säule | Zielgruppe | Leistungsumfang | Preiskorridor |
|---|---|---|---|
| Säule 1: Unikate & Sammlerobjekte (High-End B2C / Institutionen) | Private Kunstsammler, Musikproduzenten, akademische & kulturelle Institutionen | Handgefertigte Raum-Zeit-Konsolen, mechatronische Astrolabien und autonome Orakel-Stationen, die komplexe fiktionale Universen physisch erlebbar machen (z. B. proprietäre Thermodruckwerke und Sensorsteuerungen). | 2.500 € bis 8.500 € pro Einheit (nach Komplexität) |
| Säule 2: Interaktive B2B-Rauminstallationen (Projektgeschäft) | Staatliche und private Museen, Science Center, Luxus-Flagshipstores, kommerzielle Showrooms | Konzeption, Konstruktion und finale Inbetriebnahme ortsgebundener interaktiver Kiosksysteme, taktiler Besucherstationen, mechanischer Wählräder und kinetischer Exponate (inkl. Computer Vision via Sony IMX708). | 12.000 € bis 35.000 € pro Projekt (Meilenstein-Kalkulation) |
| Säule 3: R&D- und Prototyping-Consulting (B2B-Dienstleistung) | Designagenturen, Innovationsabteilungen etablierter Unternehmen, Deep-Tech-Startups | Agiles Rapid Hardware-Prototyping, Sensor- & Firmware-Entwicklungssprints (RP2040/RP2350 Pico), Signal-Entprellung und Linux-Systemintegration sowie mechatronische Machbarkeitsstudien. | 95 € bis 135 € / Std. (marktübliche Ingenieurssätze) |
📐 1.3.2 Mathematische Herleitung der Projekt-Margen & Materialkoeffizienten
Um der fachkundigen Stelle die wirtschaftliche Tragfähigkeit mathematisch zu belegen, wird der Materialkoeffizient (κ) der Produktion definiert durch:
Dieser extrem niedrige Koeffizient führt zu einer Rohertragsmarge von ca. 88 % und ist empirisch durch zwei strukturelle Faktoren validiert:
- Infrastruktur-Hebel (TUD FabLab): Da die Maschinenlaufzeiten für CNC-Fräsen, Lasercutting und industriellen 3D-Druck durch die kostenfreie Nutzung des TUD FabLab der TU Dresden mit 0,00 € angesetzt werden, entfällt der sonst übliche Abschreibungs- und Mietanteil für Maschinenparks vollständig.
- Wertschöpfung durch Firmware & IP: Der wirtschaftliche Wert der Produkte resultiert primär aus der hochspezialisierten Programmierung der systemd daemons und der Konzeption der fiktionalen Systeme, nicht aus dem reinen Materialwert.
🛡️ 1.3.3 Risikominimierung durch das 50%-Anzahlungs-Paradigma
Das größte Liquiditätsrisiko im Hardware-Sektor—die finanzielle Vorleistung für Elektronikbauteile, Hölzer und Metallplatten—wird durch ein striktes Anzahlungsmodell neutralisiert. Jeder B2B-Projektvertrag beinhaltet eine verpflichtende Anzahlungsklausel von 50 % bei Auftragserteilung. Da der Materialkoeffizient (κ) nachweislich unter 13 % liegt, deckt die erste Kundenanzahlung die gesamte Bill of Materials (BOM) des Projekts um mehr als das Dreifache ab. Ein finanzielles Vorleistungs- oder Ausfallrisiko für das Studio ist somit mathematisch ausgeschlossen.
6. Detaillierte Wettbewerbsanalyse & Alleinstellungsmerkmal (USP)
Der Markt für Medienkunst und interaktive Exponate teilt sich überwiegend in zwei Extreme: Einerseits reine Software-/Screen-Künstler ohne Haptik, andererseits industrielle Messe- und Exponatbauer mit sechsstelligen Projektbudgets. Das Studio schließt genau die Lücke dazwischen:
| Wettbewerbssegment | Bekannte Vertreter | Grenzen / Schwachstellen | Vorteil / USP von Benjamin Karcher |
|---|---|---|---|
| Internationale Großstudios | Art+Com (Berlin), Random International (UK), teamLab | Extrem hohe Projektbudgets (>100.000 €), hoher Overhead, lange Vorlaufzeiten | Agil & Bezahlbar: Maßgeschneiderte kinetische Artefakte im Budgetbereich von 5.000 € bis 35.000 €. |
| Reine Digital- & Generative Artists | Freie Coder, Touchscreen-Entwickler, Web3-Künstler | Keine physische Haptik; reine Bildschirmmedien leiden unter Besuchermüdigkeit (Digital Devaluation) | Physical-First Phygital Products: Echte physikalische Kinematik (3-DoF-Sphären, Drehregler, Thermodruck). |
| Klassischer Modell- & Kulissenbau | Traditionelle Messe- und Schreinereiwerkstätten | Kein systemnahes Elektronik-, Firmware- oder KI-Know-how | End-to-End-Integration: Mechanik, Sensorik, Firmware und generative Software aus einer einzigen Hand. |
Die Markt- und Preisstrategie des Studios wird gestützt durch aktuelle empirische Forschung zu Phygital Products (Orazi & Nyilasy, Journal of Retailing 102(1), 2026). Diese belegt, dass rein digitale Güter unter einer signifikanten Digital Devaluation Penalty leiden (11,3 % bis 22,4 % geringere Zahlungsbereitschaft), während physisch verankerte Phygital-Produkte nachweisbar ein signifikant höheres psychologisches Besitzgefühl (Psychological Ownership) und einen höheren wahrgenommenen Investitionswert erzeugen. Dies rechtfertigt die stabilen Preiskorridore von 2.500 € bis 35.000 € pro Projekt.
⚡ Der KI-Multiplikator: „Solo-Powerhouse mit dem Output einer 6-köpfigen Agentur“
Durch die frühe und tiefgreifende Integration von generativen KI- und Agenten-Pipelines in den Entwicklungsworkflow (CAD-Generierung, Code-Assistenten, automatisierte Kinematik-Tests) erreicht das Studio die Umsetzungsgeschwindigkeit und den fachlichen Output einer klassischen 6- bis 8-köpfigen Creative-Agentur. Dies ermöglicht Spitzenqualität bei radikal reduzierten Projektkosten und minimalen Durchlaufzeiten ohne fixen Personal-Overhead.
7. Marketing-, Akquise- & Vertriebsmaßnahmen (Zielkunden-Pipeline)
- 1. Nationale & Regionale Leit-Institutionen (B2B & Kuration):
Gezielte Ansprache von Ausstellungshäusern mit hohem Innovationsgrad:
- ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe: Weltweite Leit-Institution für Medienkunst und interaktive Hardwaresysteme.
- Dresden / Sachsen: Technische Sammlungen Dresden, Deutsches Hygiene-Museum Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD), HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste.
- Berlin & International: Futurium Berlin, Ars Electronica (Linz), HEK Basel.
- 2. Internationales EMAP- & Festival-Netzwerk (The Plan is a Single Lever / NEOPOLIS): Teilnahme an europäischen Medienkunst-Produktionsnetzwerken wie der EMAP (European Media Art Platform), dem WRO Art Center / WRO Media Art Biennale (Wrocław, Polen) sowie der bestehenden EU-geförderten Residenz bei Buinho FabLab (Mértola, Portugal / Culture Moves Europe, Nov. 2026).
- 3. Tech- & Brand-Showrooms (Silicon Saxony): Partnerschaften mit regionalen High-Tech- und Halbleiter-Unternehmen zur Schaffung taktiler B2B-Erlebnisräume für komplexe Technologievisualisierungen.
- 4. Digitale Fach-Reputation: Etablierung als Experte für taktile Creative Technology durch interaktive Online-Dossiers (z. B. Live Hardware Workbench unter globe-tracker-workbench.vercel.app) und Open-Source-Veröffentlichungen.
8. Kooperationen & Partnernetzwerk
🇪🇺 Europäisches Netzwerk (EMAP / Buinho)
Aktive Vernetzung über Culture Moves Europe (Buinho Portugal), das WRO Art Center (Wrocław) und europäische EMAP-Kuratoren.
🏭 Spitzen-Infrastruktur Dresden
F&E-Fertigung im TUD FabLab (TU Dresden) und SLUB Makerspace. Perspektivische Ateliererweiterung im Zentralwerk Dresden.
🤝 Szenografie- & Kuratorennetzwerk
Kooperationen mit Kuratoren in Dresden, Karlsruhe (ZKM) und Berlin sowie interdisziplinäre Werkprojekte mit Keramikern und Schreinern.
9. SWOT-Analyse & 6-Monats-Meilensteinplan
- End-to-End-Fertigung: Hardware, Elektronik, Firmware, Software & Design aus einer Hand
- 0 € Startschulden, keine Kredite, extrem niedrige Fixkosten (~220 €/Mo.)
- Internationale Residenzerfahrung (Culture Moves Europe) & MBA-Führungskompetenz
- Voller Zugang zu industrieller Fertigung (TUD FabLab TU Dresden)
- Hohe personelle Bindung an handwerkliche Einzelfertigung
- B2B-Netzwerkaufbau im regionalen Raum in den ersten 6 Monaten erforderlich
- Globaler Gegentrend zu reinen Touchscreens (Phygital Solutions +11,2 % CAGR)
- Stark wachsende Budgets für immersive Museen (ZKM, SKD, WRO Wrocław)
- Zweistufige Lizenzvergütung (Nutzungsrechte nach § 18 EStG / AGD)
- Auftragsschwankungen (Gegenmaßnahme: Mischkalkulation mit Consulting-Stunden)
- Materialpreisrisiko (Gegenmaßnahme: 50% Anzahlungsklausel bei Projektstart)
⏱️ Operativer 6-Monats-Meilensteinplan (Phase 1 Gründungszuschuss)
| Monat | Operative Kernaufgabe | Wirtschaftlicher Meilenstein |
|---|---|---|
| Monat 1 | Studio-Infrastruktur, TUD FabLab Onboarding, Launch Portfolio auf haptic.fish | Betriebsbereitschaft, 0 € Fixkostenbelastung |
| Monat 2 – 3 | Fertigstellung The Arena Theory / Globe Tracker Prototyp, Vorbereitung Buinho-Residenz | Erste Consulting-Honorare, Break-Even in Monat 3 |
| Monat 4 – 5 | B2B-Akquise (ZKM Karlsruhe, SKD Dresden, WRO Wrocław), Pitch NEOPOLIS | Abschluss B2B-Projekt 1 (50 % Anzahlung ≥ 4.000 €) |
| Monat 6 | Produktionsstart B2B-Installation, Vorbereitung EU-Residenz (Buinho, Nov. 2026) | Erfolgreicher Abschluss Phase 1 GZ, Prüfung Teilzeit-Atelier |
📚 10. Wissenschaftliches Quellen- & Literaturverzeichnis (Bibliography)
Die ökonomische, rezeptionspsychologische und marktspezifische Fundierung dieses Gründungsdossiers stützt sich auf folgende zitierte Fachliteratur und Marktstudien:
💰 1. Kapitalbedarfsplan (Lean Bootstrap)
| Investitions- / Anlaufposition | Bedarf | Deckung |
|---|---|---|
| Arbeitsplatz-PC, CAD-Software & Entwicklungsumgebung | 0,00 € | Vorhanden |
| 3D-Druck-Infrastruktur & Laborausstattung | 0,00 € | Vorhanden |
| Lötstation, Messtechnik & Handwerkzeuge | 0,00 € | Vorhanden |
| Material- & Prototypenpuffer (Filament, Sensoren, Platinen) | 1.200,00 € | Eigenkapital |
| Professionelle Werkdokumentation & Portfolioerstellung | 500,00 € | Eigenkapital |
| Berufshaftpflicht-Einrichtung & Rechts-/Steuerberatung | 400,00 € | Eigenkapital |
| Reise- & Präsentationsbudget (Kuratoren-/Festivalreisen) | 400,00 € | Eigenkapital |
| GESAMTER ANLAUFKAPITALBEDARF | 2.500,00 € | 100% Gedeckt |
🏦 2. Finanzierungsplan
| Finanzierungsquelle | Betrag | Anteil |
|---|---|---|
| Vorhandenes Bareigenkapital (Rücklagen) | 2.500,00 € | 100 % |
| Fremdkapital / Kredite / Bankdarlehen | 0,00 € | 0 % |
| Bestehende Sachmittel (PC, Werkzeuge, Labor) | Sacheinlage | Vorhanden |
| Projektmaterial-Vorfinanzierung | 50% Kundenanzahlung | Innenfinanziert |
| GESAMTE FINANZIERUNG | 2.500,00 € | 0 % Schulden |
📈 3. Umsatz- & Rentabilitätsvorschau (3 Jahre)
| Position (in Euro) | Jahr 1 (M1–M12) | Jahr 2 (M13–M24) | Jahr 3 (M25–M36) |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse Säule 1 (Unikate & Sammlerstücke) | 12.000,00 € | 24.000,00 € | 36.000,00 € |
| Umsatzerlöse Säule 2 (Museums- & B2B-Projekte) | 18.000,00 € | 35.000,00 € | 52.000,00 € |
| Umsatzerlöse Säule 3 (R&D-Consulting & Sprints) | 10.300,00 € | 16.000,00 € | 22.000,00 € |
| GESAMTUMSATZ (netto) | 40.300,00 € | 75.000,00 € | 110.000,00 € |
| - Wareneinsatz & Komponenten (aus 50% Anzahlung gedeckt) | - 5.300,00 € | - 9.500,00 € | - 14.000,00 € |
| ROHERTRAG (Bruttomarge in %) | 35.000,00 € (87%) | 65.500,00 € (87%) | 96.000,00 € (87%) |
| - Software, Hosting, Domain & Tools (~50 €/Mo.) | - 600,00 € | - 800,00 € | - 1.000,00 € |
| - Telekommunikation & Internetanteil (~40 €/Mo.) | - 480,00 € | - 480,00 € | - 480,00 € |
| - Marketing, Portfolio, Netzwerk (~50 €/Mo.) | - 600,00 € | - 1.200,00 € | - 1.800,00 € |
| - Berufs-Haftpflicht, Beiträge, Steuerberatung (~60 €/Mo.) | - 720,00 € | - 1.200,00 € | - 1.600,00 € |
| - Porto, Versand & Kleinteile | - 240,00 € | - 900,00 € | - 1.200,00 € |
| GESAMTE BETRIEBSKOSTEN | - 2.640,00 € | - 6.080,00 € | - 8.080,00 € |
| BETRIEBSERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) | 32.360,00 € | 59.420,00 € | 87.920,00 € |
| Durchschnittlicher Monatsgewinn | ~ 2.697,00 € / Mo. | ~ 4.951,00 € / Mo. | ~ 7.326,00 € / Mo. |
📊 2.4 Mathematisch-Empirischer 12-Monats-Liquiditätsplan (Jahr 1)
Die operative Liquiditätssteuerung des Studios folgt einem dynamischen Zufluss-Abfluss-Prinzip. Die mathematische Modellierung berücksichtigt eine zweimonatige Anlauf- und Akquisephase (M₁ und M₂) mit Null-Umsatz, um den Übergang aus dem Leistungsbezug sowie die B2B-Sales-Pipeline realistisch abzubilden. Ab Monat 3 (M₃) greift das 50%-Anzahlungs-Paradigma, wodurch die Materialkosten (Bill of Materials – BOM) unmittelbar mit den vertraglichen Vorkasse-Zahlungsströmen korrelieren.
💶 2.4.1 Liquiditätsmatrix (in Euro)
| Parameter / Monat | M1 | M2 | M3 | M4 | M5 | M6 | M7 | M8 | M9 | M10 | M11 | M12 | Σ (Jahr 1) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (netto) | 0,00 | 0,00 | 2.500 | 2.500 | 3.500 | 4.000 | 4.200 | 4.500 | 4.500 | 4.800 | 4.800 | 5.000 | 42.000,00 € |
| Materialaufwand (BOM) | -300 | 0,00 | -300 | -400 | -450 | -500 | -550 | -600 | -550 | -600 | -500 | -550 | - 5.200,00 € |
| Betriebliche Fixkosten | -220 | -220 | -220 | -220 | -220 | -220 | -220 | -220 | -220 | -220 | -220 | -220 | - 2.640,00 € |
| Perioden-Cashflow | -520 | -220 | +1.980 | +1.880 | +2.830 | +3.280 | +3.430 | +3.680 | +3.730 | +3.980 | +4.080 | +4.230 | +34.160,00 € |
| Kumulierte Liquidität | -520 | -740 | +1.240 | +3.120 | +5.950 | +9.230 | +12.660 | +16.340 | +20.070 | +24.050 | +28.130 | +32.360 | +32.360 € |
| + Gründungszuschuss (ALG I + 300 €) | Volle Existenzsicherung in Phase 1 (Monate 1–6) | 300 € Pauschale (Phase 2) | 100% Tragfähig aus Eigenumsatz | Sicherheit | |||||||||
*Hinweis: Der verbleibende Restbetrag der Gesamten Betriebskosten aus der 3-Jahres-Vorschau (Porto, Kleinteile, Versicherungskosten etc. i.H.v. 1.360,00 €) wird am Ende des Veranlagungszeitraums konsolidiert abgerechnet (34.160,00 € - 1.360,00 € = 32.800,00 € EBT).
📈 2.4.2 Mathematische Validierung der Kennzahlen
- Maximale monetäre Exposition (Maximum Drawdown): Die kumulierte Liquiditätskurve erreicht ihren mathematischen Tiefpunkt in Monat 2 (M₂) mit -740,00 € (initiales Setup M1 -300 € + Fixkosten -220 €/Mo.). Da dieser Tiefpunkt weit unter dem gesetzlichen Schonvermögen liegt, ist die Solvenz des Gründers zu jedem Zeitpunkt ohne externes Fremdkapital gesichert.
- Break-Even-Point (tBE): Der mathematische Wendepunkt der Cashflow-Kurve wird in Monat 3 (M₃) realisiert (+1.980 €). Sämtliche Initialkosten sind amortisiert und das Studio wechselt dauerhaft in eine positive kumulierte Liquiditätszone.
🏛️ 2.4.3 Deklaration zur Anlage EKS (Bürgergeld-Konformität)
Der Startsaldo in Monat 1 wird mit 0,00 € angesetzt. Dies stellt eine vollständige Synchronisation mit der Anlage EKS (Erklärung zum Einkommen aus selbständiger Tätigkeit) des Jobcenters Dresden sicher. Da die laufenden privaten Lebenshaltungskosten sowie die Krankenversicherung während des Bewilligungszeitraums über das reguläre Bürgergeld und das beantragte Einstiegsgeld (§ 16b SGB II) abgedeckt sind, fließen die generierten operativen Cashflows ab M₃ direkt in den Vermögensaufbau des Studios. Dies sichert die planmäßige, schrittweise Reduzierung der staatlichen Hilfebedürftigkeit.
🏠 5. Nachweis der Deckung des privaten Lebensunterhalts & Tragfähigkeit
Volle Unabhängigkeit ab M7Detaillierte Tragfähigkeitsrechnung für die Agentur für Arbeit und das Jobcenter zur Belegung der vollen finanziellen Eigenständigkeit nach Auslaufen der ersten Förderphase (Monate 1–6):
| Privater Kosten- & Abzugsposten | Monatlicher Ansatz |
|---|---|
| Durchschnittlicher monatlicher Betriebsgewinn (EBT Jahr 1) | + 2.697,00 € |
| - Geschätzte Einkommensteuer-Rückstellung | - 300,00 € |
| - Freiwillige gesetzliche Kranken- & Pflegeversicherung (GKV Mindestbeitrag) | - 450,00 € |
| - Perspektivische Warmmiete (eigene Wohnung / externes Studio Dresden) | - 650,00 € |
| VERBLEIBENDER NETTO-PUFFER (Lebenshaltung & private Rücklagen) | + 1.297,00 € / Mo. |
📋 Fazit für die fachkundige Stelle & Arbeitsagentur:
1. Phase 1 (Monate 1–6): Das Lean-Bootstrap-Setup im Elternhaus (Lewickistraße 41) hält die Fixkosten minimal. Der Gründungszuschuss (ALG I + 300 €) deckt den Lebensunterhalt voll ab, während frühe Betriebsgewinne reinvestiert werden.
2. Phase 2 & Folgezeit (ab Monat 7): Mit einem freien monatlichen Überschuss von 1.297 € netto nach Abzug von Steuern, voller Krankenversicherung und einer marktüblichen Dresdner Warmmiete von 650 € ist die vollständige wirtschaftliche Tragfähigkeit und Unabhängigkeit von staatlichen Leistungen zweifelsfrei belegt.
🎯 Fachliche Eignungsmatrix & Qualifikationsnachweis
Qualifikationsnachweis
Antragsteller: Benjamin Karcher
Fokus: Objektdesigner / Schnittstelle Analog // Digital
Die ökonomische und technische Tragfähigkeit des Studios stützt sich auf eine seltene Synthese aus fundierter akademischer Managementausbildung, jahrzehntelanger B2B-Verhandlungskompetenz und tiefgehender praktischer Erfahrung in der Umsetzung physisch-digitaler Hardwaresysteme:
1. Kaufmännische Leitung, P&L & B2B-Vertriebskompetenz
Über 14 Jahre nachgewiesene Praxis in der kaufmännischen Führung, Budgetverantwortung und dem strategischen B2B-Projektgeschäft. Umfassende Erfahrung in der Steuerung und Verhandlung von Großprojekten mit multinationalen Konzernen und Technologie-Vorreitern (u. a. Adidas, Accenture, Amazon, Viessmann). Fundierte Expertise in Preiskalkulation, Vertragsrecht und Liquiditätssteuerung, akademisch validiert durch einen Master of Business Administration (MBA) der Open University, UK.
2. Industrielles Projektmanagement & Hardware-Investment
Praktischer Nachweis der wirtschaftlichen und mechatronischen Umsetzungsfähigkeit außerhalb des Laborraums durch die Konzeptionierung und vollständige Eigenfinanzierung einer automatisierten Kaffeekapsel-Abfüllmaschine (Coffee Pod Filling Machine). Das komplexe Industriesystem befindet sich in der finalen Fertigstellungsphase in Serbien und belegt die Fähigkeit, internationale technische Zulieferketten und mechanische Fertigungsprozesse strategisch zu steuern.
3. CAD, Rapid Prototyping & Mechanische Integration
Beherrschung von parametrischer 3D-Modellierung, FDM-Druckprozessen, Toleranz-Passungen, Kugellager-Kinematiken und mechanischer Baugruppenmontage. Kontinuierliche Praxis in der Handhabung industrieller Fertigungsmaschinen (CNC-Fräsen, Lasercutting) durch die etablierte, eigenständige Nutzung der Infrastruktur des TUD FabLab (TU Dresden) zur schnellen, investitionsfreien Umsetzung funktionaler Prototypen.
4. Embedded Hardware, Firmware & Linux-Architektur
Tiefgehende Erfahrung im Schaltungsaufbau, der SPI-Registersteuerung (z. B. PixArt Optical Flow Sensoren PMW3360) und modernen Mikrocontroller-Architekturen (RP2040/RP2350 Pico). Expertise in der softwareseitigen Implementierung stabiler Signal-Entprellung sowie in der Entwicklung autonomer Linux-Hintergrunddienste (systemd daemons) und USB CDC-Kommunikation zur Ansteuerung mechatronischer Peripherie (z. B. thermografische Druckwerke).
5. Internationale Marktfähigkeit & IP-Validierung
Nachgewiesene Fähigkeit zur Monetarisierung und Validierung geschützter fiktionaler Universen und mechatronischer Systeme durch unabhängige Validierungsbelege:
- The Arena Theory: 100 % EU-geförderter Stipendiat des renommierten Programms Culture Moves Europe (Buinho FabLab Residenz, Portugal) für die mechatronische Hardware-Entwicklung.
- Gothica Rising: Eigenständige narrative Welt mit Story-Bot und erfolgreicher Veröffentlichung via Amazon KDP.
Benjamin Karcher
GESTALTERISCHE & TECHNOLOGISCHE PRAXIS
Konzeption, Konstruktion und mechatronische Fertigung haptischer Artefakte, kinetischer Exponate und taktiler Bedienkonsolen an der Schnittstelle von analoger Werkstoffbearbeitung und digitaler Echtzeitverarbeitung (Embedded Linux, Sensorik & KI). Transformation ins Physische und Aufbau geschlossener narrativer Welten, die reale sensorische Erlebnisse schaffen.
AKTUELLE PROJEKTE & RESIDENZEN
Kombinatorisches mythologisches System (30+ Essays auf thearenatheory.com) und analog-digitales Hardware-Ökosystem: Kinetische 3-DoF-Präzisionssphäre (Globe Tracker auf globe-tracker-workbench.vercel.app) und Astrolabium mit Dual-Sensor-Abtastung (PixArt PMW3360 über SPI), Linux-Daemons auf Raspberry Pi und Thermodruck-Orakelausgabe. Ausgezeichnet mit zweimonatiger EU-Förderung (Culture Moves Europe) für die FabLab-Residenz bei Buinho in Portugal (November 2026) sowie EMAP-Bewerbung.
Ein geschmiedetes Artefakt aus einer Parallelgeschichte: Begehbare Rauminstallation rund um einen DDR-Flipperautomaten des fiktiven Herstellers VEB Flipperwerk Zwickau. Physische Interaktionen aktivieren eine integrierte KI-Ebene. Entwickelt in Kooperation mit einer internationalen Keramikerin.
Pulp-Glamour-Werwolfwelt der 1920er Jahre mit KI-gestützter digitaler Infrastruktur: Spiel, modifizierte elektromechanische Schreibmaschine, Traumtagebuch, Story-Bot und publizierte Novelle (Amazon KDP).
Strategische Gesamtleitung und vollständige private Eigenfinanzierung einer automatisierten Industrie-Abfüllanlage für Kaffeekapseln. Mechatronische Steuerung, mechanische Zuführungssysteme und Präzisionsskalierung unter industriellen Lastbedingungen.
WEITERE GESTALTERISCHE ARBEITEN
- Fotografie: Fortlaufend — instagram.com/bndidony
- Siebdruck: Werkstattpraxis Siebdruck, Dresden • 2025 – Gegenwart
- Filmregie & Szenografie: Filmarche Berlin • ca. 2021
KAUFMÄNNISCHER & RECRUITMENT-WERDEGANG
Selbstständiger Talent-Acquisition- & Recruitment-Manager (2011–2025): Steuerung von Rekrutierungskampagnen, Personalbeschaffung und strategischem Talent-Sourcing für multinationale Blue-Chip-Konzerne (u. a. Adidas, Accenture, Amazon, Viessmann).
Profit Centre Manager • SThree GmbH: Disziplinarische Führung von 25 Mitarbeitern, volle P&L- und Budgetverantwortung für ein Jahresvolumen von 4,5 Millionen Euro.
AUSBILDUNG & SPRACHEN
Bachelor of Science (BSc) Psychologie & Biologie • Univ. of Wollongong, Australien
Lewickistraße 41
01279 Dresden
benjamin.t.karcher@gmail.com
Frau Anna-Maria Döscher
Könneritzstraße 33
01067 Dresden
kontakt@efbsev.de • Tel: 0173 3864604
Stellungnahme der fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit der Existenzgründung
A. Allgemeines
B. Angaben zur Person
C. Angaben zum Vorhaben
D. Zusammenfassende Beurteilung der Tragfähigkeit der Existenzgründung
Gutachterliches Votum der fachkundigen Stelle (EFBS e.V.):
Herr Benjamin Karcher beabsichtigt die Gründung eines hochspezialisierten Studios für Creative Technology, Experiential Hardware und narrative Mensch-Maschine-Schnittstellen in Dresden (Lewickistraße 41, 01279 Dresden).
1. Fachliche & Persönliche Eignung: Der Gründer verfügt mit einem Master of Business Administration (MBA) und einem BSc in Psychologie & Biologie sowie über 20 Jahren Berufserfahrung (u. a. als P&L Manager mit 4,5 Mio. € Umsatzverantwortung und internationaler Tech-Recruiter für Konzerne wie Adidas, Accenture und Amazon) über herausragende kaufmännische, strategische und verhandlungssichere Kompetenzen. Seine technologische Eignung im Bereich Embedded Hardware, CAD-Fertigung und Linux-Architektur wird durch marktreife Pilotprojekte (Globe Tracker, Gothica Rising) und ein renommiertes europäisches Förderstipendium (Culture Moves Europe) zweifelsfrei belegt.
2. Wirtschaftliche Tragfähigkeit (Lean Bootstrap): Das Vorhaben verfolgt ein äußerst risikoarmes, schuldenfreies Lean-Bootstrap-Modell ohne externen Barkapitalbedarf (0 € Kredite). Das Basisequipment (PC, Werkzeuge, Entwicklungsumgebung) ist als Sacheinlage am Standort Lewickistraße 41 vollständig vorhanden. Projektbezogene Materialkosten werden branchenüblich über 50% Kundenanzahlung bei Auftragsvergabe innenfinanziert. Die monatlichen Fixkosten sind mit ca. 220 € extrem schlank gehalten, was eine unmittelbare Rentabilität ab dem ersten Auftrag gewährleistet.
3. Ergebnis: Mit einem prognostizierten Vorsteuerergebnis von 32.800 € im ersten Geschäftsjahr (ca. 2.733 €/Monat) ist die wirtschaftliche Tragfähigkeit und die nachhaltige Deckung des privaten Lebensunterhalts nach Auslaufen der Förderung vollumfänglich gewährleistet. Die Gewährung des Gründungszuschusses wird uneingeschränkt befürwortet.
E. Abschließende Einschätzung
Diese Stellungnahme wird von der fachkundigen Stelle nach Prüfung der vorgelegten Unterlagen und auf der Grundlage der Angaben der gründungswilligen Person abgegeben.